Aktuelles Programm

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Georg Renöckl: 111 Orte im Mostviertel, die man gesehen haben muss.

Wie eröffnet man die Saison nach Corona im Mostviertel? Mit einem „Reiseführer“ durch das Land der dreihundert Birnensorten! Die „Neue Zürcher“ hat eine Buchreihe entwickelt, die quer über die Schweiz und das sonstige Mitteleuropa Regionen  vorstellt.

Jeweils 111 Beiträge führen zu Orten, die geschichtsträchtige und oft zu Unrecht übersehene Gegebenheiten aufweisen, etliche davon in unserer nächsten Umgebung. Empfehlung!

Georg Renöckl ist freier Autor und Journalist in Wien. Er veröffentlichte Bücher zu Wien, Paris und Nordfrankreich.

Do 28.10., 19:30, Schloß Ulmerfeld, Säulenhalle

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Konzert: Volker Kagerer-Trio *ex.zep.tio`nell* - NO HUM NO BUCKS

"Hum" bedeutet Brummen, Rauschen und bezieht sich auf den Tonabnehmer auf dem Instrument.

Volker Kagerer - Solid Body Electric Guitar

Franz Schaden - Fenderbass

Rainer Deixler - Drums

"Notwendigerweise kein rauscharmer Abend ohne harmonellen Sittenverfall." (Volker)

Fr 5.11., 20:30, Yellow Amstetten, Preinsbacherstr. 1

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Philosophisches Cafe: Das Männliche und das Weibliche

 „Das Geschlecht dient in modernen Industriegesellschaften, und offenbar auch in allen anderen Gesellschaften, als Grundlage eines zentralen Codes, auf dem soziale Interaktionen und soziale Strukturen aufgebaut sind.“ (E. Goffman)

Impulsreferentin: Daniela Camhy, Universität Graz

Di. 9.11., 19:00, Cafe Exel, Hauptplatz 20



Foto: (c) leodolter

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Philosophisches Cafe: Narzissmus

Es scheint sich um einen Modebegriff zu handeln, mit dem die übertriebene Sorge um das je eigene Image festgestellt wird. Im Mythos zunächst als Götterstrafe für Sprödigkeit dargestellt, ist das Konzept des Narzissmus nicht nur  individualpsychologisch, sondern auch kultursoziologisch weiterentwickelt worden.

Impulsreferentin: Cornelia Mooslechner-Brüll, Philosophische Praxis, Baden

Di. 23.11., 19:00, Cafe Exel, Hauptplatz 20

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Foto: Cornelia Mooslechner-Brüll

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Künstlergespräch: Catrin Bolt

Catrin Bolt lebt und arbeitet in Wien. Sie befasst sich mit der inhaltlichen,  geschichtlichen und architektonischen Komplexität von Räumen und Orten. Mit Hilfe von Fotos, Skulpturen und Installationen werden diese in ihrer Vielschichtigkeit erfahrbar. In Mahnmal-Projekten entwickelte sie eigene Formen einer zeitgenössischen Erinnerungskultur.

2015 erhielt sie den renommierten Otto Mauer-Preis und 2019 den Theodor Körner- Preis.

Do. 25.11., 19:30, KIAM-Galerie,  Wienerstr. 1

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Foto: (c) Christian Müller

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Vedran Dzihic: Daheim sein – Warum wir alle zu Österreich dazugehören – und dies für die Demokratie wichtig ist

Seit der sogenannten „Migrationskrise“ entstand aus populistischen Argumenten das Bild eines authentischen, ursprünglichen Nationalstaates, der vor Fremden (und vor allem vor muslimischen Migranten) geschützt werden müsse. Multiple Identitäten und Zugehörigkeiten sollten in einer modernen Einwanderungsgesellschaft eine Normalität und Selbstverständlichkeit sein. Solange Menschen aufgrund ihrer Herkunft ausgeschlossen werden, leidet die demokratische Verfasstheit der Gesellschaft darunter.

Vedran Dzihic lehrt an der Universität Wien am Institut für Politikwissenschaft und ist Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP).

Do. 2.12., 19:30, Rathaussaal Amstetten

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Foto: (c) Privat

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Wolfgang Palaver: Was ist „christlich-sozial“?

Politisches Handeln aus dem Glauben? Der Blick auf die Entwicklung des modernen Katholizismus in Deutschland, Frankreich und Österreich zwischen 1920 und 1960 zeigt zwei Modelle katholischer Moderne: Das lange vorherrschende paternalistischen Modell und daneben auch ein geschwisterliches Modell. Diese Unterscheidung hilft, die Frage zu klären, was heute unter „christlich-sozial“ zu verstehen ist. Auch hier zeigen sich diese beiden Typen, die sich hinsichtlich des Miteinanders der Kulturen und Religionen, des Verständnisses von Europa, Zivilgesellschaft, Nationalstaat oder Wehrpflicht, des Umgangs mit Flüchtlingen oder der Auffassung von Familie voneinander unterscheiden. Aus der Sicht einer biblisch ausgerichteten politischen Theologie zeigt sich, dass das geschwisterliche Modell eine größere Nähe zur christlichen Botschaft aufweist, wie das Papst Franziskus in seiner jüngsten Enzyklika Fratelli tutti unterstreicht.

Wolfgang Palaver lehrt an der Universität Innsbruck am Institut für Systematische Theologie, Fachgebiet Christliche Gesellschaftslehre.

Do. 9.12., 19:30, Rathaussaal Amstetten

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Foto: (c) Privat

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Lueger. Eine Spurensuche von Kurt Scholz | Lesung unter Mitwirkung von Wolfgang Wagner

Um die Person Karl Luegers, dem legendären Wiener Bürgermeister, tobt seit Jahren ein erbitterter Streit. Seine prominente Darstellung in Monumenten, Gedenktafeln und Kirchen evoziert ebenso Ablehnung als auch ausdrückliche Zustimmung. In dieser ideologisch aufgeladenen Auseinandersetzung ist es interessant, die Stimmen von Zeitgenossen dieses unbestreitbar bedeutenden Bürgermeisters zu Wort kommen zu lassen. Texte von Freud, Schnitzler, Altenberg, Stefan Zweig, Bertha von Suttner und anderen ergeben ein vielschichtiges Bild Luegers. Der Abend ist auch ein Beitrag zur Debatte um die „Cancel Culture“.

Zusammenstellung und Moderation: Kurt Scholz

Vortrag der Texte: Wolfgang Wagner

Wolfgang Wagners subtile Vortrags-Kunst kennt man aus vielen Aufführungen seines „Lesetheaters“.

Kurt Scholz ist Historiker, ehemaliger Stadtschulratspräsident von Wien, Kolumnist, Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien und Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich. Er gilt als einer der bedeutendsten unabhängig denkenden Intellektuellen des Landes.

Mo. 13.12., 19:30, Säulenhalle des Schlosses Ulmerfeld

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Fotos: Scholz (c) F. J. Morgenbesser; Wagner (c) Wolfgang Wagner

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Ilja Steffelbauer: Fleisch

Die Geschichte des menschlichen Fleischkonsums ist eine Geschichte des Mangels – und damit auch eine Geschichte der Macht, der Ge- und Verbote, der Tabus und der Gier.

Der aus St. Valentin stammende Historiker Ilja Steffelbauer begibt sich auf eine furiose Reise durch unsere Geschichte: Vom Tier-Mensch-Übergangsfeld über den Jäger und Sammler zum Ackerbauer und Viehzüchter der Neolithischen Revolution bis in unsere gegenwärtige Überflussgesellschaft – Fleisch stand stets im Fokus unserer Interessen. Jetzt geht es um Vermeidung  von Tierleid, Verteilungsgerechtigkeit und die Umweltproblematik – insgesamt also um die Produktionsverhältnisse. Sein neues Buch erregte international Interesse.

Ilja Steffelbauer arbeitet an der Donau-Uni Krems und war zuvor an der Universität Wien tätig.

Mo. 20.12., 19:30, Rathaussaal Amstetten



Foto: (c) Luiza Puiu

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Eva Reisinger: Was geht, Österreich?

Die junge Autorin ist in der oberösterreichischen Provinz aufgewachsen, auf dem Land, wo in jeder Einfahrt zwei Autos stehen und am Wochenende sich alle in der Großraum-Disco treffen. Wie bei uns also. Die Besonderheiten österreichischen Verhaltens erklärt Eva Reisinger ihren deutschen Mitmenschen (sie lebte einige Jahre in Berlin), aber auch uns Eingeborenen mit Witz und Ironie. Dass dabei auch ein kritischer Blick auf die politische Landschaft fällt, versteht sich von selbst. Viel lustig!

Eva Reisinger ist freie Autorin und Journalistin, lebt und arbeitet in Wien.

Do. 20.01.2022, 19:30, Thalia Amstetten, Hauptplatz 28

Foto: (c) Lukas Gansterer

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Kurt Kotrschal: Mensch

Woher wir kommen, wer wir sind, wohin wir gehen und
Sind wir Menschen noch zu retten? – Gefahren und Chancen unserer Natur
In seinen beiden aktuellen Büchern gibt Kurt Kotrschal einen Überblick sowohl über die phylogenetische als auch historisch-gesellschaftliche Gewordenheit des Menschen und zeichnet damit ein gegenwärtiges Bild unserer Conditio humana.

Der Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal gilt als Ausnahmeerscheinung in der Wissenschaft; als einer von wenigen forscht er auf höchstem Niveau – und zugleich sehr publikumswirksam.

Do. 27.01.2022, 19:30, Rathaussaal Amstetten

Foto: (c) Wolf Sience Center

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